Was ist ein Anwalt?

 

Ausbildung

Bevor der Anwalt und die Anwältin zur Ausübung ihres Berufes zugelassen werden, haben sie eine jahrelange theoretische und praktische Ausbildung abzuschliessen. Zunächst müssen sie ein Hochschulstudium erfolgreich abschliessen. Anschliessend haben sie ein mindestens einjähriges Praktikum bei Gerichten oder Anwälten zu absolvieren. Erst dann kann die anforderungsreiche Anwaltsprüfung im Kanton abgelegt werden. Diese ist Vorraussetzung für die Ausübung des Anwaltsberufes und für die Erteilung der entsprechenden Bewilligung durch die Anwaltskommission des Kantons Obwalden resp. Nidwalden.

 

Anwaltsregister

Seit Sommer 2002 ist das Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälten (BGFA) in Kraft. Seither können sich Anwältinnen und Anwälte, die Parteien vor Gerichtsbehörden vertreten, am Ort ihrer Geschäftsadresse in das kantonale Anwaltsregister eintragen lassen. Mit dem Eintrag sind sie an sämtlichen Gerichten der Schweiz zur Berufsausübung zugelassen.

 

Aufsicht

Der Anwalt und die Anwältin unterliegen im Rahmen ihrer Tätigkeit einer strengen Aufsicht. Diese wird ausgeübt

   durch die staatliche Aufsichtsbehörde (Anwaltskommission) und

   durch die Berufsorganisationen wie den Anwaltsverband Unterwalden.

 

 

Was kann ein Anwalt?

 

Das Recht berührt jeden Bereich des Lebens

Und weil das Recht jeden Bereich des Lebens berührt, befassen sich die Anwälte auch mit allen Lebenssituationen:

   Arbeit - Beruf

   Auto - Strassenverkehr

   Computer - Internet

   Familie - Kinder

   Ferien - Reisen – Freizeit – Sport

   Gesundheit – Wissenschaft – Forschung

   Medien – Kommunikation – Kunst – Kultur

   Partnerschaft – Ehe

   Tod – Erbschaft

   Trennung – Scheidung

   Verfahren – Gerichte – Behörden – Internationales

   Waren – Dienstleistungen – Konsum – Geld

   Wirtschaft – Handel – Gewerbe

   Wohnen – Bauen

 

Wann kann Ihnen ein Anwalt helfen?

  • Vor wichtigen Entscheidungen. Ihre Anwältin, Ihr Anwalt kann Sie beraten z.B. bei einem Vertragsabschluss, bei Investitionen, bei der Eheschliessung , bei Erbschaftsfragen oder bei einer Firmengründung.
  • Wenn erste Fragen oder Probleme auftauchen; damit aus Fragen oder kleinen Problemen keine grossen werden.
  • Vor Gericht. Wenn zur Durchsetzung Ihrer Ansprüche ein Gericht angerufen werden muss. Nur im kantonalen Anwaltsregister eingetragene Anwältinnen und Anwälte können Sie vor Gericht vertreten. 

Die geeignete Anwältin oder den passenden Anwalt können Sie mit der Anwaltssuche unten links finden.

 

Was kostet ein Anwalt?

 

Allgemeine Hinweise

Die Arbeiten des Anwalts bzw. der Anwältin  sind von unterschiedlicher Natur und Schwierigkeit. Sie reichen von der allgemeinen Rechtsberatung über die Abfassung von Verträgen bis zur Führung von Prozessen in zivil-, straf- und verwaltungsrechtlichen Angelegenheiten.

Das Honorar des Anwalts bzw. der Anwältin wird mit der Klientschaft vereinbart, soweit nicht behördlich festgesetzte Gebührentarife Anwendung finden.

 

Woraus setzt sich das Honorar zusammen

Für die Arbeiten und Bemühungen des Anwalts bzw. der Anwältin richtet sich das Honorar nach der Vereinbarung mit der Klientschaft. Der vereinbarte Stundenansatz und der Zeitaufwand bestimmen die Höhe des Honorars.

Ein Klient hat den Anwalt bzw. die Anwältin für seine gesamten Bemühungen zu entschädigen. Auch das Erstgespräch ist zu vergüten.

Das Entgelt für die Dienstleistungen des Anwalts bzw. der Anwältin unterliegt der MWST. Der Anwalt bzw. die Anwältin belastet Ihnen zusätzlich zum Honorar und zu den Barauslagen auch die MWST.

 

Wie sollten Sie vorgehen

Am einfachsten ist es, wenn Sie sich nach der Schilderung Ihres Problems von Ihrem Anwalt oder Ihrer Anwältin über die Stundenansätze orientieren und sich eine Schätzung des voraussichtlichen Honorars und der Kosten geben lassen.

 

 

Wie arbeite ich mit einem Anwalt zusammen?

 

Vertrauensverhältnis

Der Anwalt bzw. die Anwältin ist unabhängig und nur Ihnen als Klientin oder Klient gegenüber verpflichtet. Damit ist gewährleistet, dass Sie sich dem Anwalt oder der Anwältin vorbehaltlos anvertrauen können. Dieses Vertrauensverhältnis ist eine wichtige Voraussetzung für die optimale Beratung und Vertretung.

 

Anwaltsgeheimnis

Die anwaltliche Vertrauensstellung ist gesetzlich geschützt durch das Anwaltsgeheimnis, das der Anwalt  bzw. die Anwältin gegenüber jedermann zu wahren verpflichtet ist, auch gegenüber Gerichten und Behörden. Mit Ihrem Anwalt oder Ihrer Anwältin können und sollen Sie deshalb ohne Angst über alles offen reden.